"Schildkröten 
können dir mehr
über den Weg 
erzählen als Hasen"

Mein Weg in den Wald: Über mich

"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen"..diese Worte schenkte mir ein einfacher Teebeutel aus dem Supermarkt! Als ich diese kleine Botschaft las, musste ich herzlich lachen - und spürte gleichzeitig tief im Herzen: - ooooh jaaaa, genau das ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben.

Versteh mich richtig: Ich schätze Feldhasen sehr. Sie sind sehr mutig und schlagen ihre Haken in ungläublicher Geschwindigkeit, wenn sie sich auf der Flucht befinden.

Lange bin ich auch wie ein Feldhase durch mein Leben geflüchtet. Ich habe mich jagen lassen von Dingen und Menschen, die letztendlich gar nicht zu mir passten.  Manchmal ist es notwendig, Haken zu schlagen, um sich zu schützen. Aber ich hatte mich in jungen Jahren von vielem hetzen lassen, weil ich dachte, dass das Leben so ist.

Ich hatte das große Privileg in einer sehr bewaldeten Gegend aufzuwachsen. Mein zweites Zuhause als Kind und auch als Jugendliche war der Wald; die Natur. Hier spürte ich schon damals einen großen Zauber, in dem ich wirklich Ich sein konnte.

Als junge Erwachsene begann dann mein Weg als Erzieherin in einer Kindertagesstätte. Viele Jahre lang durfte ich Kinder und Familien begleiten. Mit der Zeit spürte ich jedoch, dass ich in diesem Rahmen nicht allem so gerecht werden konnte, wie es mein Herz sich wünschte.

Was mich in all den Jahren gerettet und getragen hat, war die Musik und natürlich auch meine Familie. Der Wald war zu dem Zeitpunkt leider in den Hintergrund gerückt.

Die Musik begleitet mich schon von Kindesbeinen an. Ich liebte und liebe das Singen - meine Gitarre und meine Stimme haben mein inneres Feuer aufrecht erhalten.

Menschen dabei zu begleiten, ihre eigene Singstimme wieder aufleben und diese dann im Raum ertönen zu lassen - das ist für mich bis heute ein ganz besonderer Hochgenuss. 

Um diesem Ruf ganz zu folgen, habe ich berufsbegleitend, (als junge Mutter - hier mein großer Dank an meinen wundervollen Sohn, der mich in dieser Zeit "ausgehalten" hat), elementare Musikpädagogik studiert. Heute darf ich als Musikpädagogin an einer Musikschule, vielen, vielen Kindern dabei helfen, die Musik in sich selbst mit Freude zu entdecken.

Ich hatte gedacht, dass ich endlich dort angekommen war: genau diesen Beruf zu machen bis ans Lebensende unermüdlich und glücklich. Doch das war ein Trugschluss. 

Wäre die Coronapandemie nicht ins Land gezogen, wäre ich vermutlich in ein tiefes Burnout gerutscht. Ich sah die Natur direkt vor meinen Augen, doch ich konnte sie nicht mehr greifen. Ich fühlte, dass ich am wahren Leben vorbei lebte. Ich hatte keinen sinnlichen Bezug mehr zum Wetter, zu den Jahreszeiten, zu den Pflanzen, zu den Tieren.

....mich jagte der Perfektionismus, 1000% zu geben, damit die Kinder das Beste und Unvergesslich-Schönste bekommen.  Oder war es ein Hilferuf, endlich selbst gesehen zu werden? Warum, warum nährte mich nichts mehr - oder zumindest nicht lang?

In diesem Moment der tiefsten Suche traten das uralte Wissen und die Wildnispädagogik und somit wieder ganz deutlich der Schamanismus in mein Leben.

 

 

 

Bei einem Wochenend-Wildnisseminar schien sich etwas in mir zu erinnern - ein kleiner Funke flammte wieder auf. Er war zwar noch klein, aber nicht mehr zu ignorieren.Von diesem Moment an übernahm die Schildkröte die Rolle meiner Wegführerin.

Ich entschied mich die Ausbildung zur Natur-und Wildnispädagogin zu machen. Auf diesem Weg entdeckte ich sooo viel mehr, was mir Herz und Augen öffnete - ganz im "Schildkrötenmodus". Es ist nie das Ziel, sondern der Weg selbst, der das Leben reich und erfüllend macht: Das Schöne ebenso wie das unglaublich Schmerzhafte. Alles hört nie auf, Leben ist Bewegung...das war meine Erkenntnis.

An dieser Stelle danke ich meinen Mentoren Martin, Ines und Aven von Wildniswandern und all den "Wilden" die den Weg ein Stück mit mir gegangen sind. 

Es war weniger das Handwerk, was mich zwar unglaublich erdete und mir sehr gut tat. Es war das Zusammentreffen der Naturwesen im Wald mit uns Menschen, was mich zutiefst berührte - und weit darüber hinaus. 

Ich lernte verschiedene Umgangsweisen von Naturvölkern mit der Natur, untereinander und in Wertschätzung des Seins kennen. Alle waren sie in ihrer Essenz gleich. Dennoch spürte ich, dass ich diese Traditionen nicht eins zu eins für mich übernehmen konnte - es fühlte sich für mich einfach nicht stimmig an.

Ich wollte lernen, meine eigenen schamanischen Fähigkeiten zu entdecken, sie richtig und wertschätzend anzuwenden. Gleichzeitig war es mir wichtig, alltagstauglich hier in meiner eigenen, westeuropäischen Kultur Schamanismus zu leben. 

Genau an dieser Schwelle trat Benjamin Maier mit seinem schamanischen Heimtraining in mein Leben. Ich lernte und lerne fortlaufend bei ihm und seinem Team, damit das uralte Wissen sicher und verantwortungsvoll und mit beiden Beinen fest auf unserer heimischen Erde in die heutige Zeit eingesponnen werden kann. (Großer Dank an Euch!)

Mit meiner Praxis Naturraunen öffnet sich nun ein neu-entdeckter, spiralförmiger Weg, der mich gerufen hat. Ich bin hier, damit auch du auf deinem ganz eigenen Weg so viel mehr entdecken kannst, was wirklich zu dir gehört - ganz im Schidkrötenmodus ;-)

Ich begleite dich auf Augenhöhe in den Wald, zu einem Krafttier oder an die geheimen Orte deines Gartens. 

Ich freue mich auf dich!

ganz herzlichst, 

Ina

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